Alpin Notruf: 140
Rückblick auf die Wintersaison in Lackenhof

Rückblick auf die Wintersaison in Lackenhof

Der Winter am Ötscher ist zwar noch lange nicht vorbei – noch gibt es perfekte Skitourenbedingungen – die Pistensaison 2018/19 im Skigebiet Lackenhof ist aber bereits zu Ende.

Für die 35 ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter der Ortsstelle Lackenhof gab es seit Saisonbeginn an allen Wochenende und Feiertagen sowie in den gesamten Weihnachts- und Semesterferien fast 50 Dienste mit jeweils mindestens drei Kameradinnen und Kameraden zu besetzen. Zusätzlich mussten noch an die 20 Bereitstellungen bei Ski- und Skibobrennen im Skigebiet Lackenhof und am Hochbärneck bewältigt werden.

Zusammen mit den laufenden Übungen und Alpineinsätzen abseits der Piste war die Bergrettung Lackenhof weit über 1500 Stunden im Einsatz.

Vielen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden für den unermüdlichen Einsatz, danke aber auch den Ötscherliften, dem Roten Kreuz, der Christophorus Flugrettung und der Leitstelle Notruf Niederösterreich für die gute Zusammenarbeit.

Lawinenübung – Lackenhofer Bergretter trainieren mit ihren Skitourenfreunden

Lawinenübung – Lackenhofer Bergretter trainieren mit ihren Skitourenfreunden

Kameradenhilfe – also die Hilfe von den Teilnehmern einer Skitour – ist DIE Hilfe schlechthin, wenn jemand von einer Lawine verschüttet wird.
Die richtigen Maßnahmen in den ersten achtzehn Minuten nach einer Verschüttung tragen entscheidend zu den Überlebenschancen bei.

Deshalb übten am Wochenende 20 ehrenamtliche Lackenhofer Bergretter mit ihren Skitourenfreunden den Ernstfall. Im theoretischen Teil wurden Tourenvorbereitung, die „Stop or go“-Strategie und Erste-Hilfe-Maßnahmen besprochen. Am Lawinenkegel am Eibenkogel in Lackenhof wurde dann der richtige Umgang mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel trainiert.

Fotos: © ÖBRD

Rückblick auf das Einsatzgeschehen in der Wandersaison

Rückblick auf das Einsatzgeschehen in der Wandersaison

Mit dem milden Herbstwetter geht nun auch im Ötscherland die Wandersaison zu Ende.
Die Bergrettung Lackenhof blickt auf einsatzreiche Monate zurück, von Mai bis Oktober erfolgten 17 Alarmierungen.
Die vielfältige Art der Einsätze in diesem Sommer spiegelt das breite Einsatzspektrum der Bergrettung Lackenhof wieder:

* Alpine Notlagen ohne Verletzungen
* Stolpern und Ausrutschen mit Verletzungen an Armen und/oder Beinen
* Stürze aus großer Höhe mit schweren Verletzungen
* Internistische Notfälle
* Verletzung bei Motocross-Rennen
* Verletzung bei Forstarbeiten
* Bergung eines Paragleiters aus einem Baumwipfel
* Sicherung der Feuerwehrmänner beim Waldbrand am Trefflingfall

In Summe leisteten die ehrenamtlichen Bergretter 165 Einsatzstunden, teilweise auch in sehr guter Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen.
Für nur € 28,- im Jahr werden Sie ein Förderer der Bergrettung, damit sind Sie und ihre Familie im Notfall für anfallende Such- und Bergekosten versichert.

Weitere Informationen hier:
https://bergrettung-nw.at/jetzt-unterstuetzen/foerderer-werden/

 

Fotos: © ÖBRD

Gemeinsame Übung der Bergrettung Lackenhof und der Höhlenrettung NÖ

Gemeinsame Übung der Bergrettung Lackenhof und der Höhlenrettung NÖ

                           

Die Ötscher-Tropfsteinhöhle in Gaming ist ein beliebtes Ausflugsziel und verzeichnete heuer etwa 3700 Besucher.

Die Bergrettung Lackenhof und die Höhlenrettung NÖ haben hier nun eine gemeinsame Übung abgehalten. Insgesamt 36 ehrenamtliche Kameraden (14 Bergretter und 22 Höhlenretter) übten an verschiedenen Schauplätzen in der Höhle

  • Verletztentransport mit der Trage im Höhleninneren
  • Erste Hilfe mit besonderem Augenmerk auf Unterkühlung
  • Behelfsmäßige Bergemethoden für die ebenfalls anwesenden Höhlenführer

Ebenfalls Inhalt der Übung war die Koordination und die Kommunikation zwischen Berg- und Höhlenrettung mit dem Ziel, im Ernstfall gemeinsam die rasche Rettung aus einer Höhle durchführen zu können.

                                      

Tag der Sicherheit 2018

Tag der Sicherheit 2018

Lackenhof repräsentiert die Bergrettung des Bezirks beim Sicherheitstag.

Zum 150. Geburtstag lud die Bezirkshauptmannschaft Scheibbs zu einem Tag der offenen Tür, bei dem sich auch die verschiedenen Einsatzorganisationen präsentierten.

Jung und Alt nutzte die Gelegenheit, sich im historischen Ambiente über die Aufgaben der Bezirkshauptmannschaft und der Einsatzorganisationen zu informieren.

         

Grenzenlose Übung

Grenzenlose Übung

„Grenzenlose“ Übung am Trefflingfall

Am beliebten Wanderziel Trefflingfall grenzen die Einsatzgebiete der Bergrettungen Lackenhof (Gebiet West), Kirchberg und Annaberg (Gebiet Mitte) aneinander.

Mitte September übten unter der Federführung der Canyoning-Gruppe insgesamt 35 ehrenamtliche Bergretterinnen und Bergretter dieser Ortsstellen drei Rettungsszenarien beim stark wasserführenden Wasserfall und in der Erlauf.

Bei dieser ortsstellen- und gebietsübergreifenden Übung konnte die Zusammenarbeit trainiert werden, um auch im Ernstfall gemeinsam eine rasche Rettung aus dem kalten Wasser zu ermöglichen.

Fotos: © ÖBRD

NÖGKK hilft Helfern

NÖGKK hilft Helfern

Feuerwehr begrüßt Betriebsvereinbarung der Krankenkasse
Im Einsatzfall schnell zur Stelle: NÖ Gebietskrankenkasse unterstützt Mitarbeiter, die sich bei Hilfsorganisationen engagieren

Die NÖ Gebietskrankenkasse unterstützt Mitarbeiter, die sich bei freiwilligen Hilfsorganisationen engagieren, und regelt in einer Betriebsvereinbarung die Teilnahme an Einsätzen und Fortbildung während der Dienstzeit. Im Bild v. l.: Melanie Feyertag (Rettungshundestaffel), Andreas Aigner (Bergrettung), Mag. Thomas Griessenberger (Freiwillige Feuerwehr), NÖGKK-Direktor Günter Steindl, NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter, NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner MSc, Christoph Droll (ASBÖ), Rene Bechtel (Rotes Kreuz).
Die NÖ Gebietskrankenkasse schätzt das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei freiwilligen Hilfsorganisationen und greift ihnen jetzt unter die Arme. In einer Betriebsvereinbarung regelt die NÖGKK die Teilnahme an Einsätzen und Fortbildungseinheiten während der Dienstzeit. „Wenn die Sirene heult, muss alles schnell gehen. Um im Ernstfall keine Zeit zu vergeuden, wollten wir ein möglichst rasches Genehmigungsprozedere festlegen“, sagte NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner am Donnerstag in St. Pölten. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb vom Dienst freigestellt und erhalten auch für die Zeit des Einsatzes ihr Gehalt“, so der Obmann weiter.
Die neue Betriebsvereinbarung zwischen Kassenleitung und NÖGKK-Betriebsrat gilt für die freiwillige Tätigkeit in zehn Gruppen von Hilfsorganisationen. Alle Beschäftigten, die an freiwilligen Einsätzen oder Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, behalten den Anspruch auf ihr Entgelt. Pro Jahr ist die Summe der Einsatzzeiten auf maximal die Wochenarbeitszeit der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters beschränkt.

Verantwortung für die Gemeinschaft

Damit herrsche endlich Rechtssicherheit für die Helferinnen und Helfer – aber auch für ihre Vorgesetzten, so der Obmann. Außerdem sei es der NÖ Gebietskrankenkasse als Dienstgeberin ein besonderes Anliegen, das Engagement fr die Gemeinschaft zu fördern. „Beschäftigte der NÖGKK waren bei Großeinsätzen wie der Bergung der Mariazellerbahn oder beim Jahrhunderthochwasser dabei. Aber sie retten und schützen auch tagtäglich Menschen bei Bränden, Hochwasser, Unfällen oder aus Bergnot. Dieser Einsatz für die Allgemeinheit gehört belohnt – und nicht bestraft“, so Hutter, der diese Vereinbarung auch als Vorbild für andere Betriebe sieht: „Wir haben als soziale Krankenversicherung und als Unternehmen eine gewisse Verantwortung für die Gemeinschaft. Wir in der NÖGKK haben daher ein klares Regelwerk festgelegt. Diese Initiative konnte nur mit der Mehrheit der Arbeitnehmervertreter im Vorstand der Kasse realisiert werden. Würde – wie von der Bundesregierung im Rahmen der ,Kassenreform‘ geplant – diese Mehrheit der Arbeitnehmervertreter beseitigt werden, könnten solche Initiativen leider der Vergangenheit angehören“, stellte Hutter fest.

NÖGKK als Vorbild: Motivation für andere Betriebe

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner begrüßt die neue Regelung der NÖGKK: „Der einwöchige Sonderurlaub für Feuerwehrmitglieder im Dienste der NÖ Gebietskrankenkasse ist eine einzigartige Aktion, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Durch derartige Initiativen, die nur in Kooperation mit den Arbeitgebern möglich sind, können wir auch die Tageseinsatzbereitschaft an Wochentagen aufrechterhalten. Und immerhin rücken unsere fast 100 000 Mitglieder jährlich zu etwa 65 000 Einsätzen aus, wofür acht Millionen Arbeitsstunden aufgewendet werden müssen. Es würde mich freuen, wenn die Aktion der NÖ Gebietskrankenkasse den einen oder anderen Betrieb zu ähnlichen Initiativen motivieren könnte.“
NÖGKK-Obmann Hutter wies auf die enge Zusammenarbeit mit den niederösterreichischen Feuerwehren bei Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Untersuchungen für die Atemschutztauglichkeit hin und kritisierte die Einführung des Zwölf-Stunden-Tags ab 1. September: „Damit ist die freiwillige Arbeit bedroht“, gab sich Gerhard Hutter besorgt. „Arbeitern und Angestellten bleibt in Zukunft weniger Freizeit – und das werden die Hilfsorganisationen zu spüren bekommen.“

NÖGKK-Mitarbeiter sozial engagiert

NÖGKK-Direktor Günter Steindl stellte fest, dass die neue Regelung knapp vier Dutzend der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreffe und verwies auf die Einzigartigkeit der NÖGKK-Betriebsvereinbarung: „Eine derartige Festlegung gibt es nur bei uns in Niederösterreich. Die NÖGKK macht das freiwillig und will dadurch auch die Anerkennung der Einsatzbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen für Menschen in Not demonstrieren.“ Steindl sprach bei der Pressekonferenz auch das weitere soziale Engagement der NÖGKK an und nannte als Beispiele kasseninterne Blutspendeaktionen und die freiwillige Mitarbeit bei der Aktion „Essen auf Rädern“ in St. Pölten.

Einsatz für Feuerwehr, Rettung und Co.: Die NÖGKK-Betriebsvereinbarung gilt für die freiwillige Mitarbeit bei folgenden Organisationen/Gruppen

Freiwillige Feuerwehren
Freiwillige Wasserwehren
Österreichisches Rotes Kreuz
Freiwillige Rettungsgesellschaften (wie z. B. Arbeiter-Samariter-Bund)
Rettungsflugwacht
Österreichischer Bergrettungsdienst
Österreichische Wasserrettung
Lawinenwarnkommissionen
Österreichische Rettungshundebrigade
Strahlenspür- und -messtrupps

Ansprechpartner:

NÖ Landesfeuerwehrkommando                              NÖ Gebietskrankenkasse 
Pressesprecher Franz Resperger, ABI                     Öffentlichkeitsarbeit
franz.resperger@feuerwehr.gv.at                           E-Mail: oea@noegkk.at
Tel.: 0676-861 13 211                                               Tel.: 050899-5121

Einsatzserie für die Bergrettung Lackenhof

Einsatzserie für die Bergrettung Lackenhof

Das erste Augustwochenende war wohl eines der heißesten dieses Jahres. Rund um dieses Wochenende mussten die ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter aus Lackenhof mehrmals ausrücken – vom Gipfel des Ötschers bis hinunter zu den Schluchten der Erlauf.

Am Samstag stürzte ein junger Wanderer beim Schleierfall in Gaming ab und verletzte sich schwer. Er wurde vom Lackenhofer Bergrettungsarzt und weiteren Bergrettern erstversorgt und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Am Sonntag fand am Ötscher die traditionelle Gipfelmesse statt, auch hier waren die Bergretter vor Ort. Beim Abstieg verletzte sich eine Wanderin am Knöchel. Sie wurde durch die Dienstmannschaft rasch versorgt und ebenfalls ins Krankenhaus geflogen.

Am Montagabend erfolgte ein Assistenzeinsatz bei Löscharbeiten beim Waldbrand am Trefflingfall. Ortsstellen- und gebietsübergreifend sicherten Bergretter aus Lackenhof und Kirchberg die Feuerwehrleute im steilen Gelände.

Am Dienstag dann erneut zwei Alarmierungen:

In den Morgenstunden ereignete sich am Raneck in Lackenhof ein Forstunfall. Die Bergretter waren in Bereitschaft, es war aber eine rasche Versorgung durch Rettung und Notarzthubschrauber möglich.
Mittags stürzte dann eine Bergsteigerin am Rauhen Kamm im aufziehenden Gewitter zehn Meter in die Tiefe. Aufgrund der Wetterlage war es fraglich ob eine Bergung mittels Hubschraubers möglich ist und die Bergretter aus Lackenhof bereiteten sich auf einen Alpineinsatz vor. Die Verletzte konnte dann aber doch mit dem Tau geborgen werden, wurde auf der Ötscherwiese erstversorgt und ins Krankenhaus geflogen.

All diese Einsätze konnten von der Bergrettung Lackenhof in sehr guter Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen bewältigt werden.

Verhalten bei Gewitter am Berg

Verhalten bei Gewitter am Berg

Gewitter sind im Sommer keine Seltenheit. Am Berg kann es dadurch zu sehr unangenehmen Situationen kommen. Abgesehen vom lebensgefährlichen Blitzschlag kann Regen und Hagel, manchmal sogar Schneefall, die Gefahr der Unterkühlung bergen. Murenabgänge können einen geplanten Weg unpassierbar machen.

1. Mit Tourenplanung auf der sicheren Seite
Der beste Tipp zur Vermeidung solcher Situationen ist, erst gar nicht in eine solche hineinzugeraten. Sorgfältige Tourenplanung und ein Blick in den Wetterbericht sind unerlässlich. Wer dabei auch alternative Hütten und Wege im Auge behält ist auf der sicheren Seite.

2. Wetter schauen
Der Wetterbericht sagt Gewitter mit relativ hoher Treffsicherheit voraus. Doch Vorsicht, bei labilen Wetterlagen kann sich die Vorhersage schnell ändern. Darum lieber nochmal in der Früh vor dem Weggehen den aktuellen Bericht checken. Während der Tour sollte man sich dann aber auch auf sich selbst verlassen und die Wolken beobachten. Wächst eine „Schönwetterwolke“ höher als sie breit ist und bildet sie sich nach oben hin Amboss-förmig aus, ist die Chance hoch, dass es bald kracht.

3. Rechtzeitig Unterschlupf suchen
Wer ein Gewitter herannahen sieht sollte sich bald um Schutz kümmern. Den besten Schutz genießt man in Hütten und in Autos. Ist beides nicht erreichbar sollte man der Versuchung widerstehen vor dem Gewitter davon zu laufen. Es besteht die Gefahr, dass durch den Abstand von linkem und rechtem Fuß ein lebensgefährlicher Spannungsunterschied erzeugt wird (Schrittspannung) wenn in der Nähe ein Blitz einschlägt.

Vermeiden sollte man auch Gipfel und Grate, Bachläufe, offene Unterstände, einzeln stehende Bäume, kleinere Höhlen oder große, weite Flächen. Besser nach Mulden Ausschau halten und versuchen, nicht der höchste Punkt in der Umgebung zu sein.

4. Auf bessere Zeiten warten
Ist kein Schutz in der Nähe hockt man sich mit geschlossenen Füßen am besten in eine Bodenvertiefung. Man kann sich auch den Rucksack hocken, denn dieser isoliert zusätzlich. Gegenstände aus Metall sollte man weit weg von sich platzieren.

5. Erste Hilfe im Notfall wichtig
Ist jemand vom Blitz getroffen worden ist rasche Hilfe überlebensnotwendig! Dabei gilt es über den Alpinnotruf 140 so schnell wie möglich einen Notarzt zum Patienten zu beordern. Während dessen prüft man Atmung und Bewusstsein des Blitzopfers. Bei bestehender Atmung bringt man die Person in eine stabile Seitenlage, schützt sie vor Unterkühlung und kontrolliert diesen Status bis zum Eintreffen der Rettung. Ist keine Atmung vorhanden muss man umgehend Wiederbelebungsmanahmen einleiten.

Wie man richtig reanimiert

1. Bewusstlose Person ansprechen und berühren (leicht rütteln). Zeigt die Person keine Reaktion weiter zu

2. Atemkontrolle – Öffnen Sie den Mund der Person und halten Sie Ihr Ohr knapp darüber. Ihr Blick geht zum Brustkorb des Bewusstlosen und prüft ob sich dieser hebt und senkt. Ist dies nicht der Fall weiter zu

3. Sofort Notruf absetzen (Bergrettung 140, Rettung 144, Euronotruf 112). Dann beginnen Sie so schnell wie möglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen:

4. Legen Sie den Bewusstlosen auf den Rücken auf einen harten Untergrund und machen Sie den Brustkorb frei. Eventuell Helm-Band öffnen um die Atmung zu erleichtern.

5. Knien Sie sich neben die Person und legen Sie die Hände mit dem Ballen in der Mitte des Brustkobes auf. Jetzt drücken Sie senkrecht fünf Zentimeter tief auf den Brustkorb. Halten Sie Ihre Arme dabei immer gestreckt! Wenn Sie etwa zwei Mal pro Sekunde drücken erreichen Sie eine Kompressionsfrequenz von 100 bis 120 pro Minute. Entlasten Sie den Brustkorb nach jeder Kompression vollständig.

6. Nach 30 Kompressionen wechseln Sie zur Beatmung. Dabei überstrecken Sie den Kopf des Bewusstlosen, verschließen seine Nase mit den Fingern und halten mit der anderen Hand seinen Mund offen. Sie atmen normal ein, umschließen mit Ihren Lippen den Mund des Bewusstlosen vollständig, und atmen normal aus. Der Brustkorb des Patienten soll sich dabei sichtbar heben.

7. Wiederholen Sie die Beatmung ein zweites Mal und machen Sie dann mit der Herzdruckmassage weiter. Achtung! Untersuchungen zeigen, dass auch schon eine Herzdruckmassage alleine die Überlebenschancen deutlich verbessert. Wenn Sie sich die Beatmung nicht zutrauen kann diese unterbleiben.

8. Beenden Sie die Thoraxkompression wenn der Betroffene sein Bewusstsein zurückerlangt oder die Rettung übernommen hat.

Fotos (1) Pixabay, (2,3) ÖBRD NÖ/W

Canyoning-Gruppe bei Katastrophenschutz­übung

Canyoning-Gruppe bei Katastrophenschutz­übung

Unsere Canyoning-Gruppe hat am 14. April gemeinsam mit der Wasserrettung, mehreren Suchhundestaffeln, sowie dem Bundesheer am Ratzersdorfer See in Sankt Pölten geübt:

Übungsannahme war ein Hochwasser nach lange anhaltenden und großflächigen Regenfällen, welche die Landeshauptstadt teilweise unter Wasser gesetzt haben. Die Canyoning-Gruppe kommt überall im schwierigen Gelände zum Einsatz, wo entweder am Weg zum Wasser oder im Wasser auch Seiltechnik erforderlich ist, und so haben neun Kameradinnen und Kameraden dieser Bergrettungs-Spezialgruppe die Wasserrettung bei den Szenarien unterstützt. Das Hauptaugenmerk war dabei auf die Zusammenarbeit der
einzelnen Organisationen gerichtet.

Vielen Dank der Österreichischen Wasserrettung, Landesverband NÖ, für die Einladung zu dieser perfekt geplanten und organisierten Übung!

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